"Der einzige Investor, der nicht diversifizieren sollte, ist derjenige der immer 100% richtig liegt!"
John M. Templeton, Investmentfonds-Gründer











Anlagestrategien

Gute Renditen erzielen
von Denny Geyer (19.06.2010)

Zuallererst möchte ich sagen, dass „gute“ Renditen bekanntlich relativ sind, wie so ziemlich alles. Wer jetzt also erwartet, dass ich hier das „Geheimnis“ der jährlich garantierten, stets im hohen zweistelligen Bereich liegende Rendite offenbare, den muss ich enttäuschen. Denn dieses Geheimnis gibt es nicht. Vielmehr geht es darum, immer einen im Vergleich zum Markt möglichst hohen Ertrag mit den vorhandenen Ersparnissen zu erzielen. Für mich bedeutet dies, in späten Hochzinsphasen und im Abschwung zwischen 5 und 7 Prozent p.a. zu erzielen und in Niedrigzinsphasen sowie im Wirtschaftsaufschwung mehr als 10 % zu erwirtschaften.

Vorausgesetzt ist, dass bereits ein gewisses Kapital zur Investition zur Verfügung steht. Wer das Risiko liebt, kann natürlich in Niedrigzinsphasen einen Kredit aufnehmen, um Anlagekapital zu bekommen, jedoch schmälert es a) die Rendite aufgrund der zu zahlenden Darlehenszinsen und b) den Sicherheitsaspekt, denn wenn eine Investition wider erwartend fehlschlägt, dann hat man nicht das eigene Kapital „verzockt“, sondern das der Bank – und die will es natürlich zurück. Eines gewissen Grundrisikos, um solche Renditen zu erzielen, bedarf es auf jeden Fall. Das klassische Sparbuch wird an dieser Stelle keine Alternative sein. Nun also endlich zu den Anlagemöglichkeiten, um die genannten Renditen erzielen zu können.

Ist die Wirtschaft und somit auch die Zinspolitik am Boden, so wie es seit geraumer Zeit der Fall ist, gilt es, Anleihen und Sparprodukte zu verkaufen (bei Anleihen dürfte sich i. d. R. sogar ein Kursgewinn abzeichnen), um sich in das Aktienterrain zu wagen. Um das Risiko dieser Geldanlage relativ gering zu halten, gilt es, zumeist Blue Chips und vergleichbare Wirtschaftsgrößen ins Portfolio aufzunehmen. Denn die Aktien sind während einer Krise am Boden, sodass für die kommenden 4 bis 5 Jahre enorme Kursanstiege zu erwarten sind. Ein einfaches Beispiel stellt die Deutsche Bank dar. In Hochzeiten lag der Kurs bei über 118 EUR, als Tiefpunkt gilt ein Kurswert unter 16 EUR. Wer also günstig einsteigt, kann sogar mehr als das 7-fache rausbekommen, aber selbst wer jetzt noch mit ins Boot springt, hat die Möglichkeit, mehr als 100 % Gewinn zu machen – und auf 4 bis 5 Jahre gesehen, ist das eine ordentliche annualisierte Rendite. Grundlage dieser Theorie, dass die Deutsche Bank und ein Großteil aller anderen Blue Chips ihre Vorkrisenhochs erneut erreichen, ist der Konjunkturzyklus. Laut diesem entwickelt sich die Wirtschaft mit zwischenzeitlichen Rückschlägen immer weiter, sodass man eine streng monoton steigende Linie durch die Hochpunkte ziehen kann (analog dazu durch die Tiefpunkte).
Es gilt jedoch, rechtzeitig den Absprung zu schaffen und nicht der bekannten „grenzenlosen“ Gier zu verfallen. Für den Absprung gibt es 3 Varianten. Nummer eins ist der klassische Absprung, d. h. man verkauft seine Anteile und investiert in alternative Anlagemöglichkeiten, auf die ich später noch einmal zu sprechen komme – mein persönlicher Favorit. Möglichkeit zwei ist der Kauf einer Shorttrader-Position – auch eine gute Maßnahme. Zuletzt Variante drei, sodass man alle Anteile verkauft und mit der ursprünglichen Summe wieder einsteigt (z. B. 2009 Kauf für 20.000 EUR; 2014 beträgt der Wert 50.000 EUR → Verkauf der Anteile und Kauf neuer Anteil für 20.000 EUR). Das sollte aber nur dann gemacht werden, wenn man seinen Gewinn sichern möchte, aber noch mit weiterem Kursanstieg rechnet. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Ausstieg aus dem Aktienhandel? Gemäß der vergangenen Erfahrungen und der sich über die Jahre geänderten Zinspolitik dürfte man als Anleger diese Entscheidung treffen, wenn die Zinsen für einjährige Sparkassenbriefe die 4,5-bis-4,8-Prozentmarke knacken.

Was sind denn nun die alternativen, lohnenswerten Anlagemöglichkeiten? Entweder man genießt eine „unspekulative“ Zeit und legt sein Geld bei einem Kreditinstitut als Sparanlage an, wobei die Laufzeit wenigstens 2 Jahre betragen sollte, da ein Börsencrash und die anschließende seitwärts verlaufende Regeneration auch nicht in ein paar Tagen abgehandelt sein dürfte. Somit bietet sich ein Festlaufzeitprodukt mit gleichbleibendem jährlichem Zins an (z. B. ein Sparbrief) oder ein Produkt, das kündbar ist, dass sich aber, je länger es läuft, positiv bezüglich des jährlichen Zinssatzes entwickelt.
Wer im Wertpapiergeschäft bleiben möchte, sollte sich in Anleihen versuchen. Egal ob Unternehmens- oder Staatsanleihen, für jeden Geschmack gibt es etwas. Man muss einfach auf sein persönliches Interesse bezogen auf Zinssatz und Risiko (Rating des Emittenten) bei der Entscheidung hören. Wer den absoluten Kick und dabei auch noch eine überproportionale Rendite will, kann einen Teil seines Ersparten bzw. seines Gewinns in Optionsscheine oder Mini-Futures investieren, um mit einem Put von fallenden Kursen zu profitieren.

Den Wiedereinstieg ins Aktiengeschäft starten Sie idealerweise, wenn die Kurse der Dax-Unternehmen um mehr als 50 % gefallen sind. Schmeißen Sie nicht alles sofort in den Markt und setzen Sie nicht nur auf ein Pferd, sondern diversifizieren Sie bei Ihren Investitionen, um ein gesundes Portfolio zusammenzustellen.


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